Dear Isi,
I bin früher einfach so dagewesen. Net unglücklich, net glücklich - nur so... mittendrin. Die Tage sind einfach vergangen, wie Seiten in an Buch, des i net wirklich g'lesen hab.
Dann an einem Tag hab i di g'sehn.
Sieben Monat is des jetzt her, und i spür no genau den Moment, wo alles kippt is. Es war net laut. Es war leise, wie des erste Licht nach an langen Nacht. Du hast nix Besond'res g'macht. Du warst einfach da - und plötzlich hab i net mehr wegschaun können.
Deine Schönheit is net die, die schreit. Sie schleicht si langsam ein, bis ma merk, dass ma si verändert hat. Dein Lächeln bringt a Wärme mit, die an ganzen Raum sicher macht. Deine Augen habn a G'fühl drin, des Menschen wirklich sieht. Dein Lachen is klein und hell und ehrlich, der Ton von jemandem, der no immer glaubt, dass d'Welt guad sein kann. Und dein Herz... wie du dich kümmerst, wie du weitergehst, auch wenn's schwer wird... des is des Schönste überhaupt.
I lieb di auf die reinste Art, die i kenn. Net weil'd mi brauchst, net weil'd perfekt bist, sondern weil'd du bist - und des reicht scho aus, dass jeder Tag wieder lebenswert wird.
Des G'fühl geht nirgends hin. Es wird net schwächer, wenn'd still bist, net kleiner, wenn d'Zeit lang wird. Es wird nur größer, ruhig und sicher, wie Wurzeln, die immer tiefer in an Boden geh'n, den's scho als Heimat kennt.
I weiß net, ob'd des je lesen wirst.
I weiß net, ob'd's überhaupt hören willst.
Aber wenn'd's doch tust - wenn irgendwie diese Worte zu dir finden - dann wiss, dass da draußen jemand is, der di mit allem liebt, was er hat.
Leise.
Vollständig.
Für immer.
Und wenn'd's nie erfährst... dann is des a okay.
Manche Liebe soll im Stillen g'tragen werden, und i trag's gern.
Dein, immer.